Am Mittwoch, den 15. Juli 2026, fand im Eppinger Wald der vierte und zugleich letzte Waldtag der vierten Klassen der Grundschule im Rot statt. Drei engagierte Waldpädagogen hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet und vermittelten den Kindern mit viel Einsatz und Begeisterung Wissenswertes über den Wald und seine Natur.
Zu Beginn stand ein sogenannter Spiegelgang auf dem Programm. Dabei führten sich die Kinder paarweise gegenseitig sicher durch den Wald. Die „Spiegelkinder“ konzentrierten sich dabei ausschließlich auf den Blick nach oben und nahmen die Baumkronen und den Himmel bewusst wahr. Anschließend sprachen die Kinder darüber, welche Veränderungen sie im Wald im Vergleich zum Frühling entdecken konnten.
Im nächsten Teil der Exkursion wurden die Sinne besonders gefordert. Mit verbundenen Augen ließen sich die Kinder von ihren Partnern vorsichtig zu einem Baum führen. Dort ertasteten sie Stamm, Rinde, Äste und die Dicke des Baumes und merkten sich möglichst viele Besonderheiten. Nachdem die Augenmaske wieder abgenommen worden war, versuchten sie, „ihren“ Baum allein anhand dieser Merkmale wiederzufinden.
Anschließend beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Blättern. Sie sammelten diese, bestimmten die Baumarten und lernten, Unterschiede zu erkennen – beispielsweise zwischen der Hainbuche und der Rotbuche. Auch die typische Blattform des Waldmeisters wurde genau betrachtet.
Große Begeisterung löste die Suche nach Bodentieren aus. Die Kinder entdeckten unter anderem eine Heuschrecke, eine Waldgrille, einen toten Hirschkäfer, einen Waldmistkäfer sowie verschiedene Spinnen. Die Tiere wurden vorsichtig in Becherlupen gesetzt und mit Vergrößerungslupen genau beobachtet, bevor sie wieder freigelassen wurden.
Den Abschluss bildete eine kreative Aufgabe: Mit Naturmaterialien wie Holz, Steinen, Moos und Pflanzen gestalteten die Kinder Bodenbilder, auf denen verschiedene Waldtiere dargestellt wurden. So entstanden unter anderem ein Igel in seinem Bau, ein Schmetterling und eine Waldohreule.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem Waldnetzwerk und seinem engagierten Team, das mit viel Fachwissen, Geduld und Begeisterung die vier Waldtage gestaltet hat. Durch die abwechslungsreichen Angebote konnten die Kinder den Wald auf spannende Weise entdecken, wertvolle Erfahrungen in der Natur sammeln und ihr Wissen über diesen Lebensraum stetig erweitern.