Am 26.02.2026 machten sich die Klassen 4a, 4b und 4c der Grundschule im Rot mit über 60 Kindern auf den Weg in den Eppinger Wald. Trotz des am Morgen noch kühlen Wetters blieb es trocken – beste Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Tag in der Natur. Es war bereits der zweite von insgesamt vier Waldtagen. Nachdem beim ersten Termin noch der Herbst im Mittelpunkt stand, beschäftigten sich die Kinder dieses Mal mit der Jahreszeit Winter.
In drei Gruppen aufgeteilt durchliefen die Schülerinnen und Schüler verschiedene Stationen, die von engagierten Waldpädagoginnen und Waldpädagogen sowie einem Förster betreut wurden.
Erste Station: Holz entdecken und erleben
An der ersten Station drehte sich alles um das Thema Holz. Gemeinsam überlegten die Kinder zunächst, was eigentlich alles aus Holz hergestellt wird – von Möbeln über Papier bis hin zu Häusern. Spielerisch erfuhren sie außerdem, warum Bäume im Wald manchmal „aussortiert“ werden müssen: Wenn sie zu dicht beieinander stehen, nehmen sie sich gegenseitig Licht und Platz. Um das zu verdeutlichen, stellten sich die Kinder eng nebeneinander und merkten schnell, dass sie ihre Arme kaum noch ausstrecken konnten. Das war erst wieder möglich, nachdem ein paar Kinder "abgeholzt" wurden.
Ein besonderes Highlight war das Sägen von Holzscheiben am Holzbock mit der Bügelsäge. Mit viel Kraft und Ausdauer entstanden kleine Baumscheiben, die die Kinder stolz als Andenken mit nach Hause nehmen durften. An ihren Baumscheiben zählten sie gemeinsam die Jahresringe und stellten fest: Der Baum war ca. 33 Jahre alt. Dabei lernten sie, dass ein Baum sowohl in die Höhe als auch in die Breite wächst – und dass die Jahresringe im Sommer breiter sind, weil der Baum durch viel Licht und Energie schneller gedeiht.
Ganz nebenbei entdeckten die Kinder auch kleine Waldbewohner wie Spinnen, Regenwürmer und sogar Tigerschnegel.
Zweite Station: Berufe im Wald
An der zweiten Station lernten die Kinder die Berufe Forstwirt (Waldarbeiter), Förster und Jäger näher kennen. Verschiedene Werkzeuge mussten den jeweiligen Berufen zugeordnet werden: Axt, Schrotflinte, Motorsäge, Messer, Beil, Einhandsäge, Maßband, Karte, Spraydosen, ein Tablet als digitale Variante der Kartierung uvm.
Zu jedem Werkzeug erfuhren die Kinder spannende Details – etwa wofür es genau gebraucht wird und wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang damit ist. So bekamen sie einen guten Einblick in die vielfältigen Aufgaben rund um Pflege, Schutz und Nutzung des Waldes. Besonders freuten sich die Kinder, alle Werkzeuge auch selbst in den Händen halten zu dürfen, sogar die große Schrotflinte sowie die schwere Motorsäge - natürlich immer mit gebührendem Respekt und der nötigen Vorsicht.
Dritte Station: Feuer machen und Tee kochen
An der dritten Station wurde es praktisch und ein wenig abenteuerlich: Die Kinder durften selbst ein Feuer entzünden – mit Holz und Papier. Das war gar nicht so einfach, denn es brauchte Geduld, gutes Pusten und die richtige Anordnung der Holzstücke. Als es schließlich gelang, wurde ein Wasserkessel auf das Feuer gestellt.
Nachdem das Wasser heiß war, bereiteten die Kinder gemeinsam Tee zu – ein wärmender Genuss an diesem kühlen Morgen. Zwischendurch blieb sogar noch Zeit für ein lustiges Bewegungsspiel: Beim „Wildschwein spielen“ konnten sich alle noch einmal so richtig austoben.
Mit vielen neuen Eindrücken, spannenden Erkenntnissen und einem selbst gesägten Erinnerungsstück im Gepäck kehrten die Viertklässlerinnen und Viertklässler mit ihren Lehrkräften aus dem Wald zurück.
Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Waldtag, bei dem dann der Frühling im Mittelpunkt stehen wird!