Am 09.05.2026 fand der dritte von insgesamt vier Waldtagen der drei vierten Klassen der Grundschule im Rot statt. Treffpunkt war wie gewohnt der Eppinger Wald, wo die Kinder erneut gemeinsam mit den Waldspezialisten spannende Erfahrungen in der Natur sammeln konnten.
Zu Beginn stand ein sogenannter „Spiegelgang“ auf dem Programm. Dabei bewegten sich die Kinder paarweise durch den Wald und betrachteten die Umgebung aus ganz neuen Perspektiven – einmal den Wald von unten und anschließend den Blick nach oben in die Baumkronen. Außerdem beschäftigten sie sich mit den Blättern aus dem vergangenen Herbst, die noch auf dem Boden lagen. Gemeinsam wurde besprochen, wie Zersetzer aus altem Laub neue Erde entstehen lassen und damit einen wichtigen Beitrag für den Wald leisten – ähnlich wie natürlicher Dünger. Besonders beeindruckt waren die Kinder von den tausenden Raupen, die in den Bäumen, Sträuchern und am Boden zu entdecken waren.
Mit viel Spaß wurde anschließend das Spiel „Wer bin ich?“ gespielt. Durch geschickte Ja-/Nein-Fragen versuchten die Kinder herauszufinden, welches Waldtier auf ihrem Rücken abgebildet sein muss.
Ein weiteres Highlight war das Wald-Memory. Die Waldpädagogen hatten auf einer Decke verschiedene Pflanzen und Blätter aus dem Wald gesammelt. Die Aufgabe bestand darin, sich möglichst viele davon einzuprägen und anschließend die gleichen Pflanzen in der Umgebung wiederzufinden. Danach gestalteten die Kinder eigene Waldkarten mit Klebestreifen, auf denen sie ihre gesammelten Naturmaterialien befestigten und als Erinnerung mit nach Hause nehmen konnten.
Beim Vogelruf-Spiel überlegten sich die Kinder zu zweit einen gemeinsamen Ruf. Anschließend wurden sie in „Männchen“ und „Weibchen“ eingeteilt. Mit verbundenen Augen mussten die „Weibchen“ ihre Partner allein anhand der vereinbarten Rufe wiederfinden. Nachdem sich die Paare gefunden hatten, bauten sie gemeinsam kleine Nester. Danach wurde eine Nahrungssuche simuliert: Eingefärbte Hölzer dienten als Nahrung, während immer ein Kind das Nest bewachen musste und das andere nach Nahrung suchte und gleichzeitig auf mögliche „Nesträuber“ achtete.
Die Kinder waren während des gesamten Waldtages mit großer Begeisterung und viel Freude dabei. Ein besonderer Dank gilt dem Waldnetzwerk, das erneut mit vier engagierten Förstern und Waldpädagogen vertreten war und den Schülerinnen und Schülern einen lehrreichen und erlebnisreichen Vormittag ermöglichte. Wir freuen uns bereits auf den letzten Termin im Sommer!