Hausaufgabenkonzept

1. Leitziel

Eigenverantwortung der SchülerInnen

Die SchülerInnen bearbeiten ihre Hausaufgaben selbstständig, eigenverantwortlich und pflichtbewusst.

Sie tragen dafür Sorge, dass sich alle für die Erledigung der Hausaufgaben benötigten Materialien am Unterrichtsende in den Schulranzen befinden. Im Klassenraum vergessene Materialien können in Ausnahmefällen abgeholt werden. Unvollständige oder nicht erledigte Hausaufgaben müssen zuhause nachgeholt und den LehrerInnen unaufgefordert vorgelegt werden. Die Eltern tragen Verantwortung für das Nacharbeiten der Hausaufgaben.

Grundsätze

Die erteilten Hausaufgaben orientieren sich an folgenden Grundsätzen:

  • Alle Klassen verwenden einheitliche Hausaufgaben-Symbole bzw. die gleichen Abkürzungen. Diese werden jeweils zu Beginn des Schuljahres den Kindern erklärt und den Eltern in schriftlicher Form ausgehändigt.
  • Die Hausaufgaben stehen im Zusammenhang mit dem Unterricht und greifen ihn sinnvoll auf.
  • Die Hausaufgaben ergänzen bzw. vertiefen den Unterricht oder bereiten ihn vor.
  • Die Hausaufgaben wurden in der Schule erklärt und sollten von den SchülerInnen ohne fremde Hilfe und in angemessener Zeit bearbeitet werden können. Versteht ein Kind Aufgaben nicht, erhält es Unterstützung von den Eltern oder den LehrerInnen in der Lernzeit.
  • Hausaufgaben können differenziert gestellt werden. Dadurch berücksichtigen sie in Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit der SchülerInnen. Freiwillige Aufgaben sind mit einem Sternchen gekennzeichnet.
  • Die Hausaufgaben werden schriftlich fixiert. Im ersten Halbjahr der ersten Klasse malen die SchülerInnen ein Haus auf die zu bearbeitenden Seiten. Spätestens ab dem zweiten Halbjahr der ersten Klasse bis Ende der vierten Klasse werden die Hausaufgaben von den LehrerInnen an die Tafel geschrieben und von den SchülerInnen in das Hausaufgabenheft übertragen.
  • Die Hausaufgaben werden erst zuhause bzw. in der Lernzeit begonnen.
  • Die Hausaufgaben werden von den LehrerInnen angemessen gewürdigt und regelmäßig überprüft. 
  • Die Hausaufgaben werden nicht als Strafmaßnahme eingesetzt.

 

Informationsaustausch

Das Hausaufgabenheft dient dem Austausch zwischen Schule, GTS und Elternhaus.

Die Eltern haben von Beginn der ersten Klasse, neben persönlichen Gesprächen, auch über einen Eintrag in das Hausaufgabenheft die Möglichkeit, den LehrerInnen Rückmeldung über etwaige Probleme bei der Erledigung der Hausaufgaben zu geben. Dasselbe gilt umgekehrt für LehrerInnen, die Kinder in der Lernzeit der GTS bei den Hausaufgaben betreuen.

Aufgabe der Eltern ist es, täglich das Hausaufgabenheft ihrer Kinder sowie die Hausaufgaben an sich zu sichten. Zum einen können sie sich dadurch ein Bild verschaffen, ob die Hausaufgaben richtig, ordentlich sowie vollständig angefertigt wurden. Sollte dies nicht der Fall sein, müssen die Eltern ihre Kinder schulisch noch mehr unterstützen. Zum anderen dient der tägliche Blick ins Hausaufgabenheft dazu, auf schriftliche Rückmeldungen der Lehrkraft zeitnah reagieren zu können, z.B. wenn Materialien wie Kleber oder Hefte fehlen.

2. Vorstellen des Hausaufgabenkonzeptes

Das Hausaufgabenkonzept wird den Eltern bei der Elternbeiratssitzung und bei den ersten Klassenpflegschaftssitzungen im neuen Schuljahr vorgestellt. Es kann auch auf unserer Homepage www.grundschule-rot.de nachgelesen werden.

Die Eltern erklären sich mit dem Hausaufgabenkonzept einverstanden bzw. können im Rahmen ihrer Mitbestimmung im Gremium der Schulkonferenz eine Änderung herbeiführen.

3. Rahmenbedingungen für die Bearbeitung von Hausaufgaben

3.1 Allgemeine Bedingungen

  • In der Regel sind von Montag bis Freitag täglich zwei Hausaufgaben zu bearbeiten, eine aus dem Fach Mathematik und eine aus dem Bereich Deutsch.
  • Werden Hausaufgaben vergessen, so liegt es in der Verantwortung der Eltern, dass diese von den Kindern zeitnah nachgearbeitet werden. Die LehrerInnen notieren die Anzahl der vergessenen Hausaufgaben. Vergisst ein Kind mehrfach seine Hausaufgaben, werden die Eltern informiert und über weitere Konsequenzen in Kenntnis gesetzt.
  • Hausaufgaben werden nicht aufgegeben, wenn Nachmittagsunterricht oder eine Nachmittagsveranstaltung der Klasse oder der Schule stattfindet.
  • Über die Ferien, einzelne Feiertage (z.B. 1. Mai) und über verlängerte Wochenenden gibt es keine Hausaufgaben auf. Freiwillige Zusatzaufgaben können individuell vom jeweiligen Fach- oder Klassenlehrer über Ferienabschnitte, nicht aber über verlängerte Wochenenden oder Feiertage aufgegeben werden. Diese werden nicht benotet/gewertet.
  • In Krankheitsfällen sind die Eltern verpflichtet, die Hausaufgaben ihres Kindes zu erfragen und sich darum zu kümmern, dass ihr Kind den versäumten Unterrichtsstoff nachholt. Hierfür gibt es in jeder Klasse eine Krankenmappe, in der sich Aufgaben zum Nacharbeiten befinden.

In allen Klassenstufen wird von den SchülerInnen als zusätzliche tägliche Hausaufgabe erwartet, dass sie zuhause den Schulranzen aufräumen, lose Arbeitsblätter abheften, die Materialien und das Mäppchen auf Vollständigkeit überprüfen und Stifte spitzen. In der ersten Klasse benötigen die Kinder hierbei noch regelmäßig die Unterstützung der Eltern und LehrerInnen. Ab der zweiten Klasse genügt es bei vielen Kindern, wenn die Eltern wöchentlich den Schulranzen und das Mäppchen kontrollieren.

3.2 Zeitlicher Rahmen

Entsprechend der Konzentrationsfähigkeit von SchülerInnen in der Grundschule sind für die Erledigung der Hausaufgaben unterschiedliche Zeiten vorgesehen.

  • In den Klassenstufen 1 / 2 beträgt die Hausaufgabenzeit 30 bis 45 Minuten.
  • In den Klassenstufen 3 / 4 beträgt die Hausaufgabenzeit 45 bis 60 Minuten.

3.3 Organisatorische Rahmenbedingungen für die Bearbeitung von Hausaufgaben in der Lernzeit der GTS

  • Hausaufgaben werden von Montag bis Donnerstag im Ganztag erledigt. Am Freitag haben die Eltern die Möglichkeit, die Aufgaben am Wochenende gemeinsam mit ihrem Kind zu bearbeiten. Sie erhalten dadurch einen Einblick in den Wissensstand ihrer Kinder beim eigenständigen Arbeiten und können, falls nötig, fördernd eingreifen.

    Die Hausaufgabenzeiten im GT sind von Montag bis Donnerstag:

    • in den Klassenstufen 1 / 2 von 13.30 Uhr bis 14.15 Uhr
    • in den Klassenstufen 3 / 4 von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr
  • Die Hausaufgabenbetreuung findet in mehreren Klassenräumen gleichzeitig und getrennt nach einzelnen Klassenstufen statt. Dadurch entstehen möglichst kleine Lerngruppen. Sind Lerngruppen dennoch zu groß, wird versucht diese doppelt zu besetzen.
  • Die Lernzeit wird vorrangig von LehrerInnen betreut, die in der Klassenstufe unterrichten.
  • Schneller arbeitende SchülerInnen dürfen weitere Angebote nutzen oder sich still beschäftigen.
  • Hausaufgaben, die in der vorgegebenen Zeit nicht geschafft wurden, müssen zu Hause fertiggestellt werden.

Die Lernzeit entbindet Eltern nicht von der Pflicht, die Hausaufgabenerledigung ihrer Kinder unterstützend zu begleiten.

  • Die Hausaufgabenbetreuung kann nur eine Begleitung schulischen Lernens sein und nicht die Verantwortung für die Lernerfolge der Kinder übernehmen.
  • Lehrer sind keine Nachhilfelehrer, die nicht bewältigten oder nicht verstandenen Unterrichtsstoff im 1:1 Setting vollenden müssen. Die Hausaufgaben können noch fehlerhaft sein.
  • In der ersten Klasse lernen die Kinder in der Lernzeit das „Lernen“. Die LehrerInnen zeigen ihnen Wege und helfen bei der Lösungsfindung. Ab der zweiten Klasse sollten die Kinder eigenverantwortlich und selbstständig arbeiten. Die LehrerInnen geben Hilfestellung und kontrollieren die Hausaufgaben in erster Linie auf Vollständigkeit.
  • Es liegt in der Verantwortung der Eltern, täglich die Hausaufgabenhefte zu sichten, Hausaufgaben gemeinsam mit ihren Kindern nachzubesprechen und ggf. zu berichtigen. Nicht verstandene Inhalte müssen zeitnah geübt werden.

Folgende Aufgaben können in der Lernzeit nicht erledigt werden und müssen zuhause mit den Eltern erfolgen:

  • tägliche Leseübungen (vor allem in der ersten Klasse) sowie das Kopfrechnen üben
  • Gedichte auswendig lernen und diese einem Erwachsenen betont aufsagen
  • Recherchen durchführen oder Experimente suchen
  • für Tests und Klassenarbeiten üben und ähnliche mündliche Hausaufgaben

Hausaufgaben-Symbole bzw. Abkürzungen beim Eintragen der Hausaufgaben

Zu Beginn von Klasse 1 wird noch kein Hausaufgabenheft geführt. Ein Haus auf einer Seite bedeutet, dass diese Seite Hausaufgabe ist.

Spätestens ab dem zweiten Halbjahr in Klasse 1 führen alle Kinder ein Hausaufgabenheft. Folgende Tabelle erklärt die wichtigsten Abkürzungen beim Eintragen der Hausaufgaben

Folgende Abkürzungen gelten für alle Klassen:
MMathe
DDeutsch
BBuch
AHArbeitsheft
ABArbeitsblatt
S.Seite
Nr.Aufgabennummer
*Zusatz